dng.MARKETING
NOTIZBUCH / NOTEBOOK
DIGITAL MARKETING / DE & EN
Inhalte & Social Media

Bildunterschriften mit konkreter Information schreiben

Notizbuch und Kamera für die Inhaltsarbeit

Eine Bildunterschrift ist am nützlichsten, wenn sie Informationen ergänzt, die im Bild fehlen. Sie muss nicht noch einmal aufzählen, was ohnehin klar zu sehen ist.

Bei einem Foto eines fertig montierten Regals könnten Maße, Material oder die gelöste Platzfrage relevant sein. „Unser neues Projekt“ erklärt dagegen kaum etwas. Entscheiden Sie zuerst, welche Frage ein Betrachter wahrscheinlich stellt, und beantworten Sie diese konkret.

Kontext vor Ausschmückung

Benennen Sie Gegenstand und Situation eindeutig. Wenn ein Bild ein Muster statt eines Kundenauftrags zeigt, sollte der Text diesen Unterschied erhalten. Beschreiben Sie eine sichtbare Eigenschaft nicht als bewiesenen Vorteil, wenn dafür zusätzliche Informationen fehlen.

Zahlen brauchen einen Bezug. „Zwei Tage“ kann Lieferzeit, reine Arbeitszeit oder gesamte Projektdauer bedeuten. Schreiben Sie, was gemeint ist, und vermeiden Sie daraus eine allgemeine Zusage für künftige Aufträge abzuleiten.

Wählen Sie einen passenden Umfang

Ein einzelnes Detail benötigt oft nur wenige Sätze. Eine erklärungsbedürftige Entscheidung kann mehr Raum brauchen. Kürzen Sie nicht aus Prinzip jede Einschränkung, nur weil kurze Texte leichter überflogen werden. Wenn der Zusammenhang zu umfangreich wird, verweisen Sie auf eine passende ausführliche Erklärung.

Lesen Sie den ersten Satz ohne das Bild. Er sollte verständlich sein und den Gegenstand benennen. Lesen Sie anschließend Text und Bild gemeinsam: Entsteht eine Behauptung, die durch die Kombination stärker wirkt, als Sie sie belegen können?

Eine Handlung nur bei Bedarf

Ein Hinweis auf weitere Informationen kann sinnvoll sein. Formulieren Sie dann konkret, was hinter dem Link zu finden ist. Nicht jeder Beitrag braucht eine Aufforderung zum Kauf, Kommentieren oder Teilen. Eine vollständig beantwortete Frage darf auch ohne zusätzliche Aufforderung enden.

Prüfen Sie Namen, Maße und Fachbegriffe vor der Veröffentlichung. Bei Kundenprojekten müssen Freigaben zum tatsächlichen Text und zur Bildverwendung passen. Eine frühere Zustimmung zu einem anderen Beitrag ist nicht automatisch ausreichend.

Bewahren Sie hilfreiche Rückfragen auf. Wenn Leser immer wieder dieselbe Zusatzinformation benötigen, gehört sie beim nächsten ähnlichen Beitrag vielleicht direkt in die Bildunterschrift. So entwickelt sich die Schreibweise aus konkreten Verständnisschwierigkeiten statt aus allgemeinen Formeln für vermeintlich perfekte Beiträge.

Daran können Sie anknüpfen.

Zur Themenübersicht ↗