Eine kurze Fotoliste hilft, während eines Arbeitstags die nötigen Motive aufzunehmen, ohne den gesamten Ablauf für eine spontane Fotosession zu unterbrechen. Sie beginnt mit den Informationen, die später gezeigt werden sollen.
Vom Inhalt zum Motiv
Notieren Sie geplante Verwendungen: eine Leistungsseite, eine Erklärung eines Arbeitsschritts oder eine Vorstellung eines fertigen Gegenstands. Beschreiben Sie anschließend das benötigte Motiv. „Detail der Verbindung vor dem Schließen“ ist eindeutiger als „ein paar Werkstattbilder“.
Achten Sie auf eine Mischung aus Orientierung und Einzelheiten. Eine Gesamtaufnahme zeigt den Zusammenhang, eine nähere Ansicht die entscheidende Eigenschaft. Nicht jedes Thema benötigt beide. Ein Foto sollte eine Information ergänzen, die im vorgesehenen Text tatsächlich vorkommt.
Ergänzen Sie, ob Platz für einen Beschnitt gebraucht wird. Eine breite Aufnahme kann auf dem Smartphone wesentliche Details verlieren. Nehmen Sie deshalb bei wichtigen Motiven auch eine Variante auf, bei der der Gegenstand mittig und ohne störende Ränder erkennbar ist.
Den Arbeitsablauf respektieren
Besprechen Sie vorher, wann fotografiert werden darf. Manche Schritte sind nur kurz sichtbar; andere dürfen aus Sicherheitsgründen nicht unterbrochen werden. Eine Person sollte für die Kamera zuständig sein, damit niemand gleichzeitig eine riskante Arbeit und die Aufnahme übernehmen muss.
Prüfen Sie vor jedem Motiv den Hintergrund. Kundennamen, Lieferetiketten, Bildschirme und private Gegenstände können unbeabsichtigt mit abgebildet werden. Klären Sie nötige Freigaben, bevor Personen oder Kundenprojekte veröffentlicht werden. Eine Aufnahme zu besitzen bedeutet nicht automatisch, sie beliebig nutzen zu dürfen.
Noch vor Ort kontrollieren
Vergrößern Sie die Bilder kurz und prüfen Sie Schärfe sowie wichtige Details. Auf dem kleinen Kameradisplay kann eine unscharfe Beschriftung unauffällig wirken. Eine zweite Aufnahme ist vor Ort meist einfacher als ein späterer Ersatztermin.
Ordnen Sie die ausgewählten Dateien dem vorgesehenen Inhalt zu. Speichern Sie Originale getrennt von zugeschnittenen Exporten und vermerken Sie, welche Nutzung freigegeben ist. Ein verständlicher Dateiname spart später Sucharbeit.
Streichen Sie Motive, die keine konkrete Verwendung mehr haben. Die Liste soll gezielte Aufnahmen ermöglichen, keine möglichst große Bildmenge erzeugen. Nach dem ersten Durchlauf lässt sich ergänzen, welche Perspektive fehlte und welche Aufnahme unnötig viel Arbeitszeit beanspruchte.



