dng.MARKETING
NOTIZBUCH / NOTEBOOK
DIGITAL MARKETING / DE & EN
Werbung & Auswertung

UTM-Namen für wiedererkennbare Kampagnen festlegen

Legen Sie eine kurze UTM-Namenskonvention fest, prüfen Sie markierte Links und vermeiden Sie personenbezogene Angaben in Kampagnen-URLs.

Text und Code auf einem Laptopbildschirm

Ein Newsletter verlinkt auf eine Leistungsseite, ein Partner teilt dieselbe Seite und eine bezahlte Anzeige führt ebenfalls dorthin. Ohne eine geordnete Kennzeichnung kann die spätere Auswertung schwer unterscheiden, welcher Link zu welchem Vorhaben gehört. UTM-Parameter ergänzen eine URL um benannte Angaben zur Herkunft einer Kampagne. Sie sind kein Ersatz für eine funktionierende und rechtmäßig eingesetzte Analyse, sondern eine Möglichkeit, Links konsistent zu beschreiben.

Die größte Fehlerquelle ist oft nicht die Technik. Es sind unterschiedliche Schreibweisen: „Newsletter“, „newsletter“ und „news-letter“ können als verschiedene Werte auftreten. Eine kleine, verbindliche Liste ist deshalb hilfreicher als ein besonders umfangreiches Namensschema, das niemand durchgehend verwendet.

Mit drei Feldern beginnen

Für eine einfache Konvention bestimmen Sie Quelle, Medium und Kampagne. Die Quelle benennt den konkreten Ursprung, etwa einen eigenen Newsletter oder eine bestimmte Partnerseite. Das Medium bezeichnet die Art des Kanals. Die Kampagne verbindet zusammengehörige Links mit einem Angebot oder einer Aktion.

Ein frei erfundenes Beispiel für einen eigenen E-Mail-Versand lautet: Quelle kundenbrief, Medium email, Kampagne herbst-wartung. Das sind interne Bezeichnungen, keine vorgeschriebenen Wörter. Wichtig ist, dass die Beteiligten dieselbe Bedeutung verwenden. Google beschreibt die UTM-Felder und ihre Auswertung und weist darauf hin, dass Parameterwerte zwischen Groß- und Kleinschreibung unterscheiden.

Wenn mehrere Links in derselben Nachricht unterschieden werden sollen, kann ein zusätzliches Inhaltsfeld beispielsweise textlink und abschluss-button enthalten. Fügen Sie dieses Feld nur hinzu, wenn Sie die Unterscheidung später tatsächlich auswerten. Zusätzliche Details erzeugen sonst lediglich längere Tabellen.

Eine Namensliste statt spontaner Varianten

Halten Sie erlaubte Quellen und Medien in einem gemeinsam erreichbaren Dokument fest. Ergänzen Sie pro Kampagne eine Zeile mit Zielseite, Zweck, Startdatum und verantwortlicher Person. Bei einem bestehenden Bericht sollte die Konvention dessen Kanalzuordnung berücksichtigen; ein frei erfundenes Medium kann anders eingeordnet werden als erwartet.

Verwenden Sie eine einheitliche Schreibweise, beispielsweise Kleinbuchstaben mit Bindestrichen. Entscheiden Sie bewusst, ob ein Datum zum Namen gehört. Eine wiederkehrende Aktion kann einen stabilen Kampagnennamen und eine separate interne Versandnotiz haben. Monatlich neue Namen sind sinnvoll, wenn diese Trennung für Entscheidungen gebraucht wird, nicht allein weil sie technisch möglich ist.

Keine UTM-Angabe sollte Namen, E-Mail-Adressen, Kundennummern oder vertrauliche Projektinformationen enthalten. URLs können weitergeleitet, protokolliert oder in gemeinsam genutzten Dokumenten sichtbar werden. Eine Kampagnenkennung muss das Vorhaben beschreiben und keine einzelne Person identifizieren.

Den fertigen Link prüfen

Erstellen Sie den Link mit einem geeigneten URL-Werkzeug oder sorgfältig von Hand. Prüfen Sie nicht nur die Schreibweise, sondern auch das Ziel: Öffnet sich die richtige Seite? Bleibt die Kennzeichnung nach einer Weiterleitung erhalten? Funktionieren vorhandene Parameter weiterhin? Ein zweites Fragezeichen an der falschen Stelle kann einen vermeintlich einfachen Link beschädigen.

Testen Sie die tatsächlich versendete Version. Newsletterprogramme, Kurzlinkdienste und andere Systeme können Links verändern. Kontrollieren Sie deshalb nach Möglichkeit den Link aus einer Testnachricht, nicht ausschließlich den Entwurf in einer Tabelle. Verwenden Sie für den Test eine klar benannte Testkampagne und dokumentieren Sie deren Ausschluss aus der späteren Betrachtung.

Fügen Sie UTM-Parameter nicht wahllos an interne Navigationslinks an. Für das Verständnis externer Kampagnen ist entscheidend, wie jemand auf die Website gelangt ist. Interne Linkkennzeichnungen können diese Interpretation erschweren. Für interne Interaktionen sollte ein passendes, separat geplantes Messkonzept verwendet werden.

Pflege als Teil der Veröffentlichung

Vor dem Start prüft eine Person Ziel, Schreibweise und Zuordnung. Nach dem Start wird kontrolliert, ob die erwarteten Werte im verwendeten Bericht erscheinen. Fehlende Daten können auch an der Erfassung, Einwilligung, Weiterleitung oder Datenverarbeitung liegen; ein korrekt geschriebener Parameter garantiert keine vollständige Messung.

Ändern Sie eine laufende Konvention nicht ohne Hinweis. Falls zwei Schreibweisen zusammengeführt werden müssen, notieren Sie Datum und Grund und berücksichtigen Sie ältere Daten. Ein Namensschema hat seinen Zweck erfüllt, wenn eine andere Person später ohne Vermutungen erkennen kann, welche Aktion hinter einer Zeile steht.

Daran können Sie anknüpfen.

Zur Themenübersicht ↗