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Websites & Anfragen

Konkrete Nachweise statt Vertrauensfloskeln

Ordnen Sie Aussagen zu Erfahrung, Qualifikation und Ergebnissen den passenden überprüfbaren Nachweisen zu.

Hände beim Schleifen eines Holzbretts

Vertrauen lässt sich nicht durch das Wort „vertrauenswürdig“ belegen. Eine Website kann stattdessen Informationen bereitstellen, mit denen Besucher ein Angebot selbst einordnen: klarer Leistungsumfang, erreichbare Ansprechpartner, nachvollziehbare Arbeitsbeispiele und korrekt bezeichnete Qualifikationen.

Prüfen Sie zunächst die Aussagen auf Ihren wichtigsten Seiten. Markieren Sie Wörter wie „führend“, „zertifiziert“, „langjährig“ oder „garantiert“. Fragen Sie bei jeder Aussage, welcher konkrete Nachweis vorhanden ist und ob er genau diesen Umfang abdeckt. Ein Nachweis für eine Person belegt nicht automatisch dieselbe Eigenschaft des gesamten Betriebs.

Nachweise passend einsetzen

Eine Qualifikation ist dann hilfreich, wenn Leser ihre Bedeutung für die Leistung verstehen. Nennen Sie die genaue Bezeichnung und gegebenenfalls die ausstellende Stelle. Ein Logo ohne Erklärung kann dagegen mehr Fragen erzeugen, besonders wenn unklar bleibt, ob es eine Mitgliedschaft, Schulung oder Prüfung bezeichnet.

Arbeitsbeispiele zeigen, welche Aufgaben tatsächlich bearbeitet wurden. Beschreiben Sie die eigene Rolle und den Projektumfang. Kundenzitate können einzelne Erfahrungen ergänzen, sollten aber nur mit entsprechender Freigabe und ohne sinnverändernde Kürzung erscheinen. Erfinden Sie keine Namen oder Bewertungen, um eine Lücke im Layout zu füllen.

Auch alltägliche Details sind aussagekräftig. Ein verständlich beschriebener Angebotsablauf zeigt, wann der Kunde welche Information erhält. Eine aktuelle Kontaktseite lässt erkennen, wie Rückfragen möglich sind. Solche Angaben helfen bei einer Entscheidung, ohne eine besondere Überlegenheit zu behaupten.

Grenzen und Gültigkeit prüfen

Nachweise können veralten. Eine abgelaufene Auszeichnung sollte nicht so präsentiert werden, als gelte sie unverändert für die Gegenwart. Ein früher angebotenes Material oder Verfahren kann in einer Galerie verbleiben, braucht aber gegebenenfalls einen Hinweis, wenn es nicht mehr bestellt werden kann.

Vermeiden Sie auch unbeabsichtigte Ergebnisversprechen. Ein dokumentierter Erfolg in einem Projekt ist zunächst ein Ergebnis dieses Projekts. Er erklärt nicht automatisch, was jeder neue Kunde erwarten darf. Bedingungen und Ausgangslage gehören deshalb zur Darstellung.

Erstellen Sie für die interne Pflege eine kurze Liste mit Aussage, zugehörigem Beleg und zuständiger Person. Diese Liste muss nicht als zusätzlicher Websitebereich erscheinen. Sie erleichtert aber die Prüfung bei Änderungen und verhindert, dass ein werblicher Satz jahrelang ohne Grundlage weiterverwendet wird.

Wenn sich eine Aussage nicht belegen lässt, ersetzen Sie sie durch eine Beschreibung der tatsächlichen Tätigkeit. „Wir prüfen die Maße vor der Fertigung vor Ort“ ist konkreter als ein pauschales Qualitätsversprechen und erklärt zugleich einen relevanten Arbeitsschritt.

Daran können Sie anknüpfen.

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